Lippstadt, 05.12.2015, von Dieter Dreier, Feuerwehr Lippstadt

Werkfeuerwehr, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk üben gemeinsam

Mit einer gemeinsamen Übung haben jetzt die Hella Werkfeuerwehr Werk II, die Freiwillige Feuerwehr Lippstadt, hier der Löschzug der Kernstadt mit der Löschgruppe Lipperbruch und das Technische Hilfswerk OV Lippstadt die Zusammenarbeit bei einer Großschadenslage geprobt.

„Ganz wichtig bei dieser Übung ist die Zusammenarbeit und die Kommunikation untereinander, diese kann gar nicht oft genug trainiert werden“, so der Wehrführer der Hella Werkfeuerwehr Ulrich Flürenbrock bei der Abschlussbesprechung. Um diese zu trainieren, hatten die Übungsorganisatoren Martin Nikolic von der Hella Werkfeuerwehr, Björn Parl von der Feuerwehr Lippstadt sowie Klaus Breitkopf vom Technischen Hilfswerk sich eine Lage ausgedacht, bei der alle Einheiten gleichermaßen gefordert wurden und ihren Leistungsstand unter Beweis stellen mussten:

Nach einer Verpuffung in einer Werkstatt ist ein Feuer entstanden, das sich  schnell auf weitere Gebäudeteile und das Dach des mehrstöckigen Gebäudes ausbreitet. Das Treppenhaus wird dabei zerstört, ist nicht mehr begehbar. Zudem werden einige Mitarbeiter der Spätschicht im Gebäude vermisst.

Hella Werksleiter Dr. Ingo Engler, der gemeinsam mit Ulrich Flürenbrock  und der Leitung des THW die Übung verfolgte, zeigte sich begeistert und lobte das schnelle Vorgehen der Kräfte. Gleich  10 Trupps (dabei wurden die Teams von der Werk- und   der Freiwilligen Feuerwehr gemischt) gingen bei der Übung unter Atemschutz vor, löschten Brände, retteten Menschen, errichteten eine Riegelstellung auf dem Dach und bekämpften das Feuer aus großer Höhe.  Andere Gruppen zapften die Hydranten an, verlegten lange Schlauchleitungen und leuchteten die Einsatzstelle von verschiedenen Seiten aus. Da das rettende Treppenhaus „zerstört“  war, mussten die Retter über Leitern die Brandbekämpfung in das Innere des Gebäudes aufbauen und die betroffenen Personen aus ihrer Notlage befreien. Gemeinsam arbeiteten sich  dann die Aktiven von den Feuerwehren und des THW unter Atemschutz im vernebelten Gebäude vor und retteten über  Leitern und einer speziellen Rettungstechnik des THW (Leiterhebel) die Verletzten aus dem Gebäude. Auch eine  durch das Feuer erhitzte Acetylenflasche hielt die Retter in Atem. Um diese Lage in den Griff zu bekommen, wurden vor Ort drei Abschnitte gebildet, so konnte auch das Funkkonzept des Kreises Soest für Großschadenslagen getestet werden.

Für das Technische Hilfswerk war es übrigens eine Premiere. Erstmals fand die traditionelle Herbstabschlussübung der Hella Werkfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Lippstadt auf dem Gelände des Hella Nordwerkes  unter Beteiligung des THW statt. Aufgabe der 13 Helferinnen und Helfer des Lippstädter Ortsverbandes war die Ausleuchtung des Übungsobjektes und die Rettung von betroffenen Personen sowie die Zusammenarbeit im Bereich der Führung.  Insgesamt nahmen an der Übung rund 70 Einsatzkräfte mit 10 Fahrzeugen teil.  


Bilder: Dieter Dreier, Feuerwehr Lippstadt


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