Lipperbruch, 21.11.2011, von Georg Heidebauer

Ernstfall in Kaserne geprobt

Blaulicht, schweres Gerät, mehrere Einsatzwagen, knappe Kommandos über Funk und über 60 Einsatzkräfte, die aus einem einsturzgefährdeten Gebäude verletzte Opfer bergen.

Abstützungen im Treppenhaus

Beklemmend realistisch wirkte die Szenerie, die sich am Freitagabend auf dem Gelände der Lipperlandkaserne abspielte. Gott sei Dank war alles nicht echt, aber eine Probe für den Ernstfall. Es sind freiwillige Helfer vom Technischen Hilfswerk, dem DRK Geseke, der Freiwilligen Feuerwehr Lipperbruch und der Notfallseelsorge Kreis Soest / Ost, die sich an diesem Abend auf dem Gelände der ehe-maligen Lipperland-Kaserne treffen, um für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein.

Ziel ist die Stärkung der Koordination aller Einsatzkräfte unter Realbedingungen.

Es könnte überall passieren: Im Chemieraum einer Schule hat eine Verpuffung stattgefunden. Die Alarmmeldung spricht von mehreren, zum Teil erheblich verletzten Schülern und Lehrern. Nachdem Teile der Decke eingestürzt sind, hat der Hausmeister das Gebäude fluchtartig verlassen. Aufgabe der beteiligten Einsatzkräfte ist eine gesicherte Bergung der Verletzten zur Weitergabe an die notärztliche Versorgung.

Die zuerst eintreffenden Mitglieder der  Freiwilligen Feuerwehr Lipperbruch bringen den Brand unter Kontrolle.

Nach ihrer Einschätzung ist aufgrund der Einsturzgefahr eine Bergung der Verletzten durch das Treppenhaus nicht möglich.

Das hinzugezogene Technische Hilfswerk sichert die Decke zunächst mit einem speziellen Stützsystem ab. So können die Helfer zu den Verletzten vorrücken und eine Höhenrettung aus der 2. Etage vorbereiten. Mit Hilfe eines Rettungsgerüstes wird die verletzte Person gut gesichert in einer Trage aus dem Fenster abgeseilt. Auf dem Verbandsplatz warten schon weitere Helfer.

Für die Betreuung der Schüler und Lehrer stehen auch Kräfte der Notfall- seelsorge zur Verfügung.

Bernd Mielisch, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Arnsberg des THW, und der stellvertretende Landesbeauftragte NRW Klaus-Dieter Büttgen sind an diesem Abend dabei. Beide äußerten sich beeindruckt über Art und Ablauf dieser Übung und zollten dem Ortsbeauftragten Heinz-Dieter Marke ihren Respekt. Das Lob galt allen 64 Einsatzkräften, die im Rahmen dieser Übung ihre Einsatzfähigkeit und Kooperation nachdrücklich unter Beweis stellen konnten.

Besonders beeindruckend war der Auftritt der THW-Nachwuchskräfte. Sie erlebten zum ersten Male direkt vor Ort, wie eine Einsatzübung unter realen Bedingungen abläuft. Die Begeisterung stand ihnen ins Gesicht geschrieben.

Für den wohl verdienten Abschluss dieser Übung sorgten die THW-Althelfer beim gemeinsamen Grillen in der großen Werkshalle der Kaserne.

Die gesamte THW Familie vor Ort: eine starke Gemeinschaft


  • Abstützungen im Treppenhaus

  • Rettung einer verletzten Person

  • Dank des Ortsbeauftragten an die Helfer

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