Lippstadt, 27.10.2018, von Jan Ole Struthoff

Alle Jahre wieder: Belehrungen

Eines Nachts piept der Melder - es regnet und stürmt. Baum auf Auto mit mehreren Insassen. Was vor ungefähr einem Jahr im Rahmen einer Übung zusammen mit DRK Geseke geprobt wurde (Link zu Artikel), kann auch als Ausgangspunkt für die am 27.10.2018 abgehaltenen Belehrungen genommen werden.

Durch das Piepen des Melders aus dem Schlaf gerissen, eilen Einsatzkräfte zur Dienststelle. Dort springen sie in ihre Uniformen, um einige Sekunden später mit Blaulicht und Martinshorn zum Ort des Geschehens zu fahren. Die Führungskräfte teilen Trupps ein und der eine oder andere Helfer fragt sich, was ihn erwarten wird. Der plötzliche Sprung von der Ruhe- in die Hochleistungsphase, die geistige Auseinandersetzung mit dem Einsatz sowie ein nicht zu vernachlässigender Zeitdruck sind nur einige der Belastungen, die während einer Einsatzfahrt auf die Einsatzkräfte wirken.Wenngleich das THW vergleichsweise selten zu Einsätzen fährt, sind Einsatzfahrten nicht minder gefährlich. Aus diesem Anlass wird in jedem Jahr eine Kraftfahrerbelehrung durchgeführt, bei der neben den besonderen Gefahren einer Einsatzfahrt auch andere Aspekte, die beim Führen eines THW-Fahrzeugs zu beachten sind, behandelt werden.

Parallel zur Kraftfahrerbelehrung fand eine Veranstaltung zu der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) statt. Die PSNV wird beim THW durch sog. Einsatznachsorge-Teams (ENT) durchgeführt und unterstützt Einsatzkräfte nach einem belastenden Einsatz. Seit einigen Jahren wird die PSNV im Rahmen der Grundausbildung, die jede Einsatzkraft nach ihrer Aufnahme ins THW durchlaufen hat, den angehenden Einsatzkräften vorgestellt.

Nach einem warmen Mittagessen wurde das Thema "CBRN" aufgegriffen. Ein Einsatz mit chemischen, biologischen, radioaktiven oder nuklearen Gefahrstoffen muss nicht unbedingt ein hollywoodreifer Ausbruch eines "Killervirus" oder eine Katastrophe wie in Tschernobyl oder Fukushima sein - auch der Verkehrsunfall auf der nahegelegenen Straße kann ein besonderes Vorgehen erfordern. Aus diesem Anlass wurden unter anderem verschiedene Gefahrenarten erläutert. Ausgehend von einer weitergehenden Unterteilung der verschiedenen Gefahren wurden allgemeine Einsatzmöglichkeiten vorgestellt sowie das Einsatzvorgehen für die drei Gefahrenarten beschrieben.

Während im Schulungsraum das Vorgehen bei einem CBRN-Einsatz referiert wurde, ging es auf dem Außengelände des Ortsverband Lippstadt um die interne Logistik - genauer: um die Nutzung des Gabelstaplers, auf deren Gefahrenpotenziale im Rahmen einer Belehrung hingewiesen wurde. Nicht minder gefährlich ist der Umgang mit einer Motorsäge. Im Rahmen der Motorsägenbelehrung wurde die sichere Bedienung wiederholt und sowie der Umgang durch verschiedene Schnitte in Bauholz geübt.
Der verbleibende Nachmittag wurde im Rahmen der Herbstwochenbereitschaft zur Materialerhaltung der Dienststelle, Fahrzeuge und Ausrüstung genutzt.


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