Lippstadt-Lipperbruch, 09.07.2018, von Jan Ole Struthoff

Gefahrgutunfall ruft THW Lippstadt auf den Plan

Mehr als oft genug wird in den Nachrichten über Gefahrgutunfälle berichtet. Auch ohne mediale Aufmerksamkeit bietet dies mehr als genug Anlass, das Thema „CBRN-Gefahren“ in der Ausbildung von THW-Helfer zu berücksichtigen.

CBRN-Gefahren bedeuten Chemisch, Biologisch, Radiologisch, Nuklear; ehemals bekannt als ABC-Gefahren.

Dazu hat Gruppenführer Marian Marke eine zweiteilige Ausbildungseinheit vorbereitet. Während am 02.07.2018 theoretische Grundlagen erörtert und eine behelfsmäßige Schleuse zur Personendekontamination aufgebaut wurden, ist die Ausbildungseinheit im zweiten Teil (09.07.2018) durch eine Übung abgerundet worden. Bei einem simulierten Gefahrgutunfall galt es die im ersten Teil erlernten Dinge in die Tat umzusetzen. Auf einem Gelände in Lipperbruch läuft auf einem LKW eine unbekannte Flüssigkeit aus; außerdem werden im Umfeld des LKW eine unbekannte Anzahl Personen vermisst.

Nach einer kurzen Lagebesprechung ließ Gruppenführer Martin Hochhaus durch einen Teil der Mannschaft eine Personen-Dekontaminationsschleuse aufbauen, während sich ein AGT-Trupp ausrüstete und die Lage erkundete. Nachdem eine erste Person aus dem Gefahrenbereich gebracht werden konnte, wurde die beschädigte Armatur auf dem LKW abgedichtet. Hinter einigen Hindernissen befand sich eine weitere Person, die ebenfalls zur Dekonschleuse transportiert wurde. Der Transport erfolgte zunächst mithilfe primitivster Rettungsmittel wie dem Rettungs- bzw. Rautekgriff zu einem Zwischenplatz, ab dort wurde die Person für den restlichen Parcours in einem Schleifkorb befördert. Da es keine weiteren betroffenen Personen gab, konnte der Übungsauftrag binnen ca. 40 Minuten erfüllt werden.

 

 


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